Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)

Was, wenn ein Mensch so sehr schwitzt, dass dadurch die Lebensqualität beeinträchtigt wird, er sich kaum noch außer Haus traut und von anderen gemieden wird? Einige von uns leiden unter dem Problem der sogenannten Hyperhidrose bzw. Hyperhidrosis und fristen durch übermäßiges Schwitzen ein unglückliches Dasein. Schätzungen gehen davon aus, dass deutschlandweit rund 2,5 Millionen Menschen davon betroffen sind, was etwa drei Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, denn auch Männer leiden häufig unter Hyperhidrose. Vermutlich sind die Zahlen noch höher, denn der Betroffene schämt sich meist so sehr, dass er keine Hilfe sucht und sich über das Problem bedeckt hält. Übermäßiges Schwitzen findet nicht nur unter den Achseln, sondern auch an den Händen und Füßen, am Rücken, an der Stirn oder am gesamten Körper statt. Speziell im Urlaub und im Beruf wird das zum Problem.

Ich weiß aus eigener Erfahrung in der Praxis, wie unangenehm den Patienten ihre übermäßige Schweißproduktion ist, denn schließlich ist diese mit unschönen Flecken auf der Kleidung, klammer Haut und unerwünschten Gerüchen verbunden. Manche Patientinnen tragen nur dunkle oder bunt gemusterte Kleidung, nutzen übermäßig Parfum zur Geruchsüberdeckung, meiden jegliche Aktivitäten im Freien, bleiben im Sommer zu Hause und schrecken vor Menschenmassen oder sogar jeglichem sozialen Kontakt zurück. Ihr Sexualleben leidet unter der übermäßigen Schweißproduktion.

Oft lässt sich zudem beobachten, dass die betroffenen Frauen im aufgeregten Zustand zittern, erröten oder sogar zu Ohnmachtsanfällen neigen. Damit nicht genug, entstehen manchmal allergische Reaktionen auf die im Übermaß verwendeten Kosmetikprodukte wie Deos oder es kommt aufgrund des vielen Schweißes zu Entzündungen und Juckreiz.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann zögern Sie nicht lange, sondern suchen Sie professionellen Rat, um sich nicht durch übermäßiges Schwitzen die Freude am Leben nehmen zu lassen!

Es gibt mehrere Gründe für die Hyperhidrose. Sie ist unter anderem ein Symptom von zu hohem Blutdruck oder von einer Erkrankung der Schilddrüse. Die Behandlung mit Betablockern zeigt je nach Ursache Wirkung. Zudem ist es möglich, mit Aluminiumhydroxit und speziellen Deos die Beschwerden bzw. Folgen von übermäßigem Schwitzen zu mindern. Eine dauerhafte, wirksame Lösung bringen zwei Methoden, die zu einem positiven Körpergefühl und einem gesteigerten Selbstwertgefühl führen können. Entweder Sie entscheiden sich für eine Schweißdrüsenabsaugung oder eine Botoxtherapie.

Schweißdrüsen absaugen im Überblick

Operativer Ablauf - Schweißdrüsen absaugen

Bei der Schweißdrüsenabsaugung handelt es sich um einen operativen Eingriff, der auch als Schweißdrüsenkürretage bezeichnet wird. Ich führe die Operation ambulant in meiner Klinik durch, wobei Sie etwa ein bis drei Tage Arbeitsausfall einplanen und mit dem Sport mindestens vier Wochen warten sollten. Die Schweißdrüsenbehandlung erfolgt unter Lokalanästhesie und dauert in der Regel eine Stunde. Es werden zwei bis drei Einstiche mit je 3 mm Durchmesser in die Haut der Achselregion vorgenommen. Spezielle Instrumente mit einer Art kleinem Löffel zum Abtragen entfernen dann die Schweißdrüsen von der Hautunterseite. Diese werden über einen Schlauch abgesaugt, sodass die Schweißproduktion sofort und auf lange Sicht unterbunden wird.

Der Vorteil an dieser operativenSchweißdrüsenbehandlung ist, dass die Drüsen dauerhaft entfernt werden und Sie somit unter den Achseln nicht mehr übermäßig schwitzen.

Mehr als 90 Prozent der Patienten  sind mit den Ergebnissen der Schweißdrüsenabsaugung komplett zufrieden, wobei es aufgrund der nicht sichtbaren Drüsen keine 100-prozentige Garantie gibt, dass sie auch wirklich komplett abgetragen wurden. In jedem Fall wird jedoch eine Reduktion der Schweißbildung erzielt.

Behandlung mit Botox bei übermäßigem Schwitzen

Eine wirkungsvolle Methode gegen übermäßiges Schwitzen ist die Botoxtherapie. Dabei wird der Wirkstoff Botulinum, der z.B. auch bei der Faltenbehandlung mit Botox verwendet wird, an den Stellen der Schweißproduktion wie unter den Achseln unter die Haut gespritzt. Das Botox lähmt die Schweißdrüsen für einen Zeitraum von bis zu neun Monaten. Der Vorteil ist, dass sich nicht nur die Schweißdrüsen im Achselraum lähmen lassen, sondern z. B. auch im Gesicht (Stirn) und an den Händen oder Füßen. Sie können so mehrere Stellen behandeln lassen und das übermäßige Schwitzen effektiv bekämpfen. Ein größerer operativer Eingriff entfällt. Der Nachteil der Botoxbehandlung ist jedoch, dass sie in regelmäßigen Abständen wiederholt werden muss.

Komplikationen - Schweißdrüsen absaugen

Häufig kommt es zu Schwellungen, leichten Schmerzen und Blutergüssen, doch ernsthafte Nebenwirkungen sind nicht zu befürchten.

Nachsorge - Schweißdrüsen absaugen

Bei der Schweißdrüsenabsaugung müssen Sie rund eine Woche nach der Operation Verbände tragen und sollten Anstrengungen meiden. Es ist aber möglich, nach etwa drei Tagen die Tätigkeit im Büro wieder aufzunehmen.

Die Botoxtherapie gilt als noch weniger riskant. Eine Betäubung ist nicht notwendig und pro Körperstelle reichen etwa zehn Minuten Behandlungszeit aus. Ausfallzeiten stehen nicht an und Ihr normaler Tagesablauf wird ebenfalls nicht beeinträchtigt.

Geschätzte Kosten - Schweißdrüsen absaugen

800 – 2500 €

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